Und schon waren sie da

 

 

Meine Schwangerschaft verlief soweit problemlos, bis ich dann Ende des 6. Schwangerschaftsmonates mit Blutungen ins Spital eingeliefert wurde. Eine Unterversorgung durch die Platzenta, sowie Fruchtwasserknappheit wurde beim einen Zwilling per Ultraschall festgestellt. Stefanie und Pascal kamen 1 1/2 Tage später per Notkaiserschnitt zur Welt. Dann begann für uns eine lange Zeit der Ungewissheit, der Angst und vor allem des „Funktionierens“. Anfänglich ging es beiden noch verhältnismässig gut, bis dann Pascal nach etwa 3 Wochen immer mehr Probleme mit der Atmung bekam. Er musste intubiert werden. Während dieser Zeit machte er diverse Infekte. Selbst für die Ärzte war es eine grosse Herausforderung. Nach mehr als 3 Wochen konnte er wieder extubiert werden. Von da an ging es trotz diversen weiteren Infekten, langsam aufwärts.
Stefanie entwickelte sich gut. Ich konnte sie sogar stillen. Täglich kam zu den beiden die Physiotherapeutin und machte kleine „Übungen“. Für uns als Eltern war es vor allem sehr schwierig da Stefanie und Pascal selten auf der gleichen Station waren. So konnten wir auch während dem „Känguruhen“ nie das Gefühl einer Familie haben, da wir stets getrennt waren. Es brauchte viel Kraft und Geduld, fast jeden Tag ins Kinderspital zu gehen.Stefanie durfte nach 3 ½ Monaten nach Hause kommen. Wie haben wir es genossen, wenigstens ein Kind bei uns zu haben. Pascal musste noch längere Zeit im Kispi bleiben, bis er dann auch endlich bei uns war und wir dann alle zusammen waren.
Stefanie und Pascal sind jetzt bereits vierjährig und bringen uns jeden Tag sehr viel Freude, obwohl wir immer noch sehr gefordert sind, aber auf eine andere Art. Wir geniessen die gemeinsame Zeit sehr und sind auch dankbar für alles.

 

 

 

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